Ein Mädchen taucht.

UNSER FAZIT: Erste Risse

Fühlt ihr euch auch im Wasser frei? Ich kenne das Gefühl sehr gut, genauso geht es auch der 10-jährigen Valeria aus dem Film Erste Risse.

Den habe ich gerade im Studio Kino gesehen. Wasser spielt in dem Film eine große Rolle und transportiert die Stimmungen von Valeria auf dem Weg zum Erwachsenwerden: Mal schwimmt Valeria im Pool oder im Meer, mal macht sie Purzelbäume Unterwasser und manchmal lässt sie sich einfach treiben. Besonders untermalt dies auch die stimmungsvolle Instrumentalmusik und die Sonnenstrahlen, die im Wasser schimmern. Doch das Wasser spielt nicht nur in entspannten Szenen eine Rolle, sondern spiegelt auch ihre traurige Stimmung (zum Beispiel als Valeria unter der Dusche weint) wider. In dem Film werden Themen wie Erwachsenwerden und erste Liebe, aber auch Trennungen und Freundschaft behandelt. Manchmal konnte ich als Zuschauer nicht richtig folgen. Vielleicht lag es auch teilweise an kulturellen Unterschieden zwischen Mexiko und Deutschland, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass hier Kinder nur wegen eines Verdachts, eine Freundin oder einen Freund zu haben, von der Schule fliegen würden.

Mir kam es auch so vor, dass zwischen den Eltern und Kindern sehr wenig gesprochen wurde und nur sehr wenig Vertrauen herrschte. Leider kam es in dem Film so rüber, dass Alkohol eine Lösung aller Probleme sein könnte. Mehrfach hatte der Onkel in Momenten der Traurigkeit alkoholhaltige Getränke zu sich genommen. So könnten Kinder den Eindruck kriegen, dass Alkohol Probleme löst, dabei schien ihrem Onkel die Umarmung von Valeria viel besser zu tun.

Diese dunklen Szenen in dunklen Farben wechselten sich zum Glück auch mit fröhlichen Szenen in hellen Farben ab. Sowohl mit ihrem Bruder als auch mit ihrer Freundin Sab kann sie über ihre Sorgen sprechen. Besonders schöne Beispiele fand ich, als ihr Bruder Valeria ein Handtuch um sie legt oder als sie sich gemeinsam aus dem Haus schleichen, um ihre Freundin Sab zu treffen. Meine gute Laune Szene war als Valeria vorm Spiegel ausgelassen tanzte.

Als Schlusswort würde ich gerne noch mal sagen, dass ich finde, dass die Altersempfehlung noch einmal überdacht werden sollte, da es meines Erachtens einige problematische Szenen gab. Ich würde den Film ab 10 Jahren mit Begleitung empfehlen.

Als der Film zu Ende war, haben wir noch eine Abstimmung gemacht, bei der diese Ergebnisse herausgekommen sind:

Das Bild zeigt die Publikumswertung beim Film Erste Risse mit drei Smileys. 52 Prozent fanden den Film gut, 46 Prozent haben einen neutralen Smiley gewählt und 2 Prozent fanden den Film offenbar nicht so gut.