Im 3D-Animationsfilm „Der letzte Walsänger“ tauchen wir in eine bunte, fantasievolle Unterwasserwelt ein – mit einem jungen Buckelwal namens Vincent, der aus der letzten Walsängerfamilie stammt. Nachdem er seine Familie durch ein Unglück verloren hat, begibt er sich mit neuen Freunden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es nicht nur um Mut, sondern auch ums Vertrauen in die eigenen Kräfte geht.
Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, wenn ein Wal in einer Höhle eingeschlossen wird, Monsterarme auftauchen und trotzdem alles in leuchtenden Farben unter Wasser spielt?
Vincent wirkt sehr lebendig – was sicher auch an der aufwändigen Animation liegt. In einem Workshop wurde erklärt, wie Muskeln und Knochen modelliert wurden, um die Bewegungen so echt wie möglich wirken zu lassen. Auch wenn die Kameraführung in manchen Szenen etwas wild ist, überzeugen vor allem die leuchtenden Bilder in biolumineszierendem Wasser.
Der Film enthält viele spannende Szenen, darunter Verfolgungen durch Monster, ein Unwetter und gruselige Momente in dunklen Höhlen. Gerade jüngere Kinder könnten hier überfordert sein. Manche Abschnitte sind aber auch sehr ruhig und stimmungsvoll – ein schöner Kontrast.
Magische Szenen und pfiffige Sprüche
Die Musik reicht von fröhlich bis mystisch und unterstützt die Stimmung sehr gut. Besonders die Szenen mit Licht und Musik wirken fast magisch. Der Humor ist gemischt: Sprüche wie „Hast du noch alle Muscheln im Schrank?“ oder der lustige Putzerfisch kommen gut an, eine rosa Badeinsel mit einem Pinguin oder ein Seelöwe mit Lockenwicklern waren dagegen etwas zu albern und unpassend für die ansonsten ernste Grundstimmung.

Besonders gelungen ist die Botschaft, dass niemand mit Superkräften geboren wird, sondern sie erst in sich selbst entdecken muss. Vincent zweifelt oft, aber mit Hilfe seiner Freunde lernt er, auf sich selbst zu vertrauen. Auch gesellschaftliche Themen wie Umweltverschmutzung oder das Leben mit einer Hörbeeinträchtigung werden angesprochen – kindgerecht und ohne zu überfordern.
„Der letzte Walsänger“ ist ein bunter, stellenweise wilder Animationsfilm mit tiefgründiger Botschaft, starken Bildern und einem Wal, den man am liebsten umarmen würde.
Für Grundschulkinder ab 7 Jahren – besonders in Begleitung von Erwachsenen – sehr empfehlenswert.
Die Zuschauer im Saal fanden den Film auch gut:

Unsere Zusammenfassung lest ihr hier und ein Interview mit dem Regisseur und der Produzentin des Films findet ihr hier.

